RUMÄNIEN - fremdes Europa
Periam - Timisoara - Deta - Moravita
In Rumänien wird das Reisen schon etwas anstrengender: die Straßen sind schlechter (das ist aber auch gut so, denn in den Dörfern springt der gesamte Bestand an Federvieh sowie Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde etc. über die Straßen und wenn diese nicht so gut sind, rasen auch die Autos nicht so und die Viechlein überleben). Die Menschen sind nicht mehr so zurückhaltend, was uns einerseits in der ersten Nacht eine herzliche Aufnahme bei einer Pfarrersfamilie in Port Periam beschert, andererseits aber auch anstrengend ist, da wir in den Dörfern wie bunte Hunde angeglotzt werden, ohne daß die Leute von sich aus Kontakt aufnehmen würden. Durch Timisoara fahren wir weiter Richtung Süden. Fremd wirkt auf uns auch der allgegenwaertige Verfall: große Agrarbetriebe, Industrieanlagen, Plattenbauten (wohl alle aus kommunistischen Tagen) verfallen am Straßenrand. Wird in Deutschland Verfallenes einfach nur schneller weggeräumt? Da Caro's Fahrrad wegen eines zermalmten Lagers an der Sachs-3-Gang-Nabe seit kurz nach Budapest statt 21 nur noch 7 Gänge hat (Ersatzteile gibt's erst in Griechenland) beschließen wir, die Karpaten zu umfahren und fahren so direkt Richtung Süden auf Jugoslawien zu. Die Lei (rumänische Währung), die eigentlich nicht ausgeführt werden dürfen, finden ein Plätzchen im Fahrradlenker.
